Haus i. Wald

Der Ferienort Haus i. Wald ist im südlichen Stadtgebiet von Grafenau.

Ort
D-94481 Grafenau (Haus i. Wald)
Hofmark 1
Telefon
+49 8555 40 57 40 - 1
E-Mail


Erstmals urkundlich belegt ist der Name Haus in einer Urkunde aus dem Jahr 1550.
Er leitet sich ab von einer Burg. Gemeint ist das spätere Schloss in Haus im Wald, dessen ursprünglicher Name‚ Furth‘ war. Um die Burg herum entstand im Verlauf der Jahrhunderte eine Ortschaft. Die ehemaligen Besitzer der Burg, die Herren von Furt, hatten hohe Schulden und mussten ihren Besitz an den Graf von Hals verpfänden.
Eine Hofmark entstand, also ein Selbstverwaltungsbezirk eines Adeligen oder eines Klosters mit einer niederen Gerichtsbarkeit.

Beginnend mit den Herren von Furt am Ende des 13. Jahrhunderts gab es bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts viele wechselnden Besitzer des Schlosses bis es schließlich Cajetan Max Friedrich von Hueb 1818 an die Schulgemeinde Haus verkaufte. Diese hatte bereits 1803 einen, vom Schlossherrn unentgeltlich zur Verfügung gestellten Schulraum eingerichtet, nachdem ein Jahr zuvor die allgemeine Schulpflicht eingeführt wurde.
Da der Erhalt des Schlosses jedoch immer teurer wurde, musste es die Schulgemeinde 1961 wieder veräußern. Nach etlichen Eigentümerwechseln und einer zwischenzeitlichen Nutzung als Heim für elternlose Kinder in den Jahren 1963 bis 1967 erwarb der Unternehmer und gelernte Kircheninstandsetzer  Franz Zambelli Sopalù schließlich im Dezember 1977 das Schloss und rettete es damit vor dem Verfall. Bereits im Frühjahr 1978 begann man mit den Renovierungs- und Sanierungsarbeiten, die im Herbst 1983 abgeschlossen wurden. Seitdem ist das Schloss wieder  bewohnbar und zeugt als Wahrzeichen über der Hofmark Haus von vergangener Herrschaft und Macht.

 

 

Quelle: Klaus Bauer et al., Grafenau auf dem Weg in das dritte Jahrtausend. 2011.